Archive for 2008

2nd Dezember
2008
written by

Kleiner Spielbericht zum Brandenburgligaspiel SV Babelsberg 03 II gegen Frankfurter FC Viktoria 91

Am 27. September fand das Fußballspiel zwischen dem zweiten Team von Babelsberger 03 und den Spielern von Viktoria aus Frankfurt (Oder) statt. Wie bereits in den vergangenen Jahren waren ca. 35 rechtsgerichtete Fußballanhänger aus der Oderstadt mit angereist. Auch Einzelpersonen aus Berlin waren im Frankfurter Block. Ihnen ging es weniger darum das Frankfurter Team zu unterstützen als vielmehr darum, gegen den von ihnen aufgrund seiner linken Anhängerschaft verhassten Potsdamer Club zu pöbeln. Mehrmals war es bei Partien der Vereine zu versuchten Angriffen der jungen Frankfurter Hooligans auf Babelsberger Fans gekommen. Da bisher keine effektiven Schritte zur Zivilisierung des Frankfurter Anhangs unternommen wurden war auch diesmal nichts Gutes zu erwarten.
So ließen sie auch an diesem Tag nicht lange auf neonazistische Rufe wie beispielsweise „Arbeit macht frei. Babelsberg 03“ warten. Eine Parole, die ungeachtet ihrer unmissverständlich neinazistischen Aussage bisher immer ungeahndet blieb. Ein versuchter Angriff der FCV-Anhänger wurde bereits von der zahlreich anwesenden Polizei abgewehrt. Wenig später durfte dafür auch ein Frankfurter seine Personalien durch Polizeibeamte feststellen lassen. Nach diesem Vorfall kehrte Ruhe in den Reihen der Frankfurter ein. Wie die Hühner auf der Stange saßen sie den Rest der 90min am Spielfeldrand ab ohne einen weiteren Spruch anzustimmen. Nach dem Spiel blieb es wie auch auf der Anreise ruhig. Dafür sorgte ein sehr hohes Polizeiaufkommen. Das Spiel endete 0:0.

Kommentare deaktiviert für Keine Besserung in Sicht
20th November
2008
written by

Erneuter Angriff auf Räumlichkeiten von Kulturverein und Hausbewohnerinnen in der Berliner Straße

Am 8. November, in der Nacht zum 70 Jahrestag der Reichspogromnacht, machten Teile der rechten Fangruppierung des FC Viktoria um ein weiteres mal klar wo ihr politischer Standpunkt liegt und welche Mittel sie einsetzen bereit sind um Andersdenkende einzuschüchtern. Gegen 23 Uhr verschaften sich mehrere Personen Zugang in das Wohnaus Berliner Straße 24. Dort befinden sich neben den Räumlichkeiten des linksalternativen Kulturverein Utopia e.V. und der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt mehrere Studentinnen-Wgs. Im Haus kam es zu diversen Sachbeschädigungen. Unmittelbar im Anschluss wurden Vereinsmitglieder und Bewohner_innen des Hauses vor dem Haus von ca. 15 bewaffneten Neonazis angegriffen.
Aktiv beteiligt waren mehrere bekannte Jugendliche die den neonazistischen Hooligans des FFC Viktoria angehören. Unter anderem Christoph Schoefisch und Patrick Dorn. Diese sind bereits langjährig bekannt und machen sowohl aus ihrer rechten Gesinnung wie ihrer Gewaltbereitschaft keinen Hehl.

Christoph Schoefisch

Christoph Schoefisch

Patrick Dorn

Patrick Dorn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Zusammenhang kam es zu einer regen Berichterstattung. Hier die verschiedenen Pressemitteilung und Artikel der Autonomen Antifa Frankfurt (Oder), fischer24.eu, IndymediaautorInnen, des VVN/BdA Frankfurt (Oder) und dem Utopia e.V. selbst.

Kommentare deaktiviert für Erneuter Angriff auf Kulturverein
12th November
2008
written by

Am Donnerstag, den 30. Oktober 2008 endete mit dem dritten Verhandlungstag am Amtsgericht Frankfurt/Oder der Prozess gegen Rico Thiedemann. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am 3. Juni 2007 am Inselbiergarten Ziegenwerder ein T-Shirt mit der Aufschrift “Ruhm und Ehre der Waffen-SS” getragen zu haben. Untermauert wurde diese Anschuldigung durch die Aussagen mehrere Zeug_innen, die den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige brachten.

Obwohl die eintreffenden Beamten bei Thiedemann besagtes Kleidungsstück feststellten und konfiszierten, behauptete der Angeklagte, er sei zum fraglichen Zeitpunkt nicht die einzige Person mit einem solchen T-Shirt auf dem Ziegenwerder gewesen; er sei quasi nur zufällig von den Polizisten überprüft worden. Sein Rechtsanwalt argumentierte, dass der Angeklagte sich keiner strafbaren Handlung schuldig gemacht hätte, da er mit einer Jacke die das NS-Regime verherrlichende Parole überdeckt, sie folglich nicht offen zur Schau gestellt habe.

Die Vorsitzende Richterin zeigte sich jedoch keineswegs von der Unschuld Thiedmanns überzeugt. Da das Kleidungstück eine optische Solidarisierung mit der Herrschaft der Nationalsozialisten darstelle, folgte sie in Teilen der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Angeklagten zur Zahlung einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Euro; insgesamt 1800 Euro. Ob Thiedemann in Berufung gehen wird, bleibt abzuwarten.

Kommentare deaktiviert für Neonazi zur Zahlung von 1800 € verurteilt
12th November
2008
written by

Rechter Szeneladen eröffnet in Ihrer Nachbarschaft

Was?
Leider müssen wir Sie hiermit darüber in Kenntnis setzen, dass in Ihrer unmittelbaren Umgebung ein Geschäft eröffnet das tief im rechten Milieu zu verorten ist. Das Ladengeschäft der Firma „Nordic Company Textilwaren“ in der Dresdener Straße 33 wird sich dadurch auszeichnen, dass sich sowohl Kundschaft als auch Personal aus Neonazis zusammensetzen.
Bereits am 7. September 2007 eröffnete das Geschäft in der Lindenstraße, zog aber im April 2008 an den Bahnhofsvorplatz. Auf Druck eines breiten Bündnisses aus antifaschistisch engagierten Gruppen und Personen des öffentlichen Lebens, wurde das Mietverhältnis zum 31. Juli aufgekündigt. An beiden bisherigen Standorten entwickelte sich der Laden als Kontakt- und Anlaufpunkt der rechten Szene. Nun streben die Betreiber nach einem dritten Versuch.

Wie?
Die Nordic Company (NC) ist ein Bekleidungsgeschäft, das ausschließlich zwei als extrem rechts bekannte und in Neonazikreisen beliebte Modemarken vertreibt. Zum einen „Thor Steinar“, eine Marke, die von Neonazis für Neonazis produziert wird. Zum anderen „Erik and Sons“; weniger bekannt, aber kein bisschen weniger neonazistisch. NC ist ein Geschäft, das nach Einschätzung der Besitzerin immerhin so gut läuft, dass es ganz auf eine nicht rechte Kundschaft verzichten kann. Nicht nur die lokale Neonaziszene, sondern auch die des Frankfurter Umlands, hat den Laden für sich entdeckt.

Wer?
Hinter NC stand und steht der Frankfurter Maik Wilke. Er sieht seinen Namen nur ungern in Verbindung mit dem Geschäft erwähnt, da er antifaschistisch engagierten Personen der Stadt kein Unbekannter ist. Offizielle Besitzerin des rechten Etablissements ist Kora Krupke. Geführt wurde der Laden von Maik Wilkes Lebensgefährtin Beatrice Schmidt. Auch die Söhne Wilkes sind aktive Rechte. Der ältere, Martin Wilke, ist ein stadtbekannter Hooligan des FFC Viktoria.

Was tun?
Durch breite Proteste ist es bereits gelungen, die Kündigung eines Mietverhältnisses der NC zu erreichen. Es gilt auch weiterhin am Protest gegen den Laden und der mit ihm einhergehende Etablierung rechten Gedankenguts festzuhalten. Ob in der Presse oder bei Behörden: Drücken Sie Ihren Unmut über die NC aus und bringen Sie Straftaten im Umfeld des Geschäfts unbedingt zur Anzeige um den Druck auf die Betreiber zu erhöhen.

Und dann?
Es muss betont werden, dass nicht der Laden das einzig wahre Problem ist, sondern Neonazis in und um Frankfurt (Oder), die mit NC nur einen weiteren Anlaufpunkt in Altberesinchen erhalten werden. Wir rufen alle Bürger_innen auf, couragiert und mit Ihren Mitteln gegen das Geschäft vorzugehen. Gemeinsam wird es uns gelingen den neonazistischen Umtrieben der NC Einhalt zu gebieten.

Einen ausgedehnten Bericht über die „Nordic Company“ und ihre Hintermänner finden sie in unserer Broschüre “Recherche Output #4“ – beziehbar über unsere Website.

Sollten Sie weitere Fragen, Kritik oder Anregungen haben schrieben Sie uns. Auch über Informationen & Beobachtungen bezüglich des Geschäfts von NC freuen wir uns.

Kommentare deaktiviert für Anwohnerinformation Dresdener Straße
31st Oktober
2008
written by

Der rechte Szeneladen „Nordic Company“ hat in Frankfurt (Oder) neue Räumlichkeiten angemietet und steht offenbar kurz vor seiner Wiedereröffnung. Die Inhaber der Firma „Nordic Company Textilwaren“, die überwiegend Bekleidung der Marke „Thor Steinar“ anbieten, haben einen Mietvertrag für Gewerberäume in der Dresdner Straße 33 im Stadtteil Altberesinchen unterzeichnet.

Inzwischen wurden Arbeiten im Innern des Geschäfts vorgenommen, die auf eine baldige Eröffnung, möglicherweise zu Beginn kommenden Monats, hindeuten.

Der Eröffnung des Geschäfts war eine juristische Auseinandersetzung zwischen „Nordic Company“ und dem Vermieter vorausgegangen. Dieser meldete zwischenzeitlich Insolvenz an, was eine Kündigung des rechten Szeneladens zusätzlich erschwert.

Erst Ende Juli war der rechte Bekleidungsladen aus seinen Räumlichkeiten am Frankfurter Bahnhof ausgezogen, nachdem Proteste zu einer Kündigung des Mietvertrages durch die Deutsche Bahn geführt hatten.

Kommentare deaktiviert für Rechter Szeneladen mit neuem Domizil in Frankfurt (Oder)
22nd Oktober
2008
written by

Gegen den Willen der Wohnungsmieter verschaffte sich am Mittwochnachmittag ein 38-jähriger Hausbewohner in der Berliner Straße Zutritt zur Wohnung einer Nachbarin. Der alkoholisierte Mann weigerte sich trotz Aufforderung die Wohnung wieder zu verlassen. Erst mit Unterstützung des Hausmeisers gelang es den Mann vor die Tür zu bewegen. Daraufhin beleidigte und beschimpfte er die Anwesenden und zeigte den Hitlergruß. Die gerufenen Beamten nahmen den bereits polizeibekannten Mann vorläufig fest.

Quelle: Internetwache Brandenburg

Kommentare deaktiviert für Hitlergruß in Berliner Straße gezeigt
13th Oktober
2008
written by

In den frühen Morgenstunden bewegten sich zwei größere Gruppen von Besuchern des Oktoberfestes in Briesen zum Bahnhof der Ortschaft. Auf den Bahnsteigen entspannte sich eine verbale Außeinandersetzung zwischen der ca. 10-köpfigen Besuchergruppe die auf den Zug in Richtung Berlin wartete und der ca. 25-köpfigen überwiegend männlichen Gruppe, die auf einem anderen Bahsteig auf den Zug nach Frankfurt (Oder) wartete. Laut Polizeiangaben wurde diese Gruppe von Zeugen als „FC Viktoria-Fans“ eingeordnet.
Nachdem sich die verbalen Anfeindungen mit erheblichen Beleidigungen zugespitzt hatten, warfen Personen der Frankfurter Gruppe mit Steinen und Flaschen nach den Personen auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig. Wenig später überquerten sie die Gleise und griffen die dort befindlichen Personen mit Faustschlägen und Fußtritten an. Dabei wurden sie von den übrigen Viktoria-Hooligans angefeuert. Die Polizei berichtet zudem davon, dass rechtsgerichteten Parolen gerufen wurden. Mit dem Eintreffen des Zuges in Richtung Frankfurt (Oder) verließ die Gruppe Frankfurter den Bahnsteig wieder und stieg in den Zug.
Unabhängig voneinader meldeten sich im Laufe des Abends vier Verletze Personen bei der Rettungsstelle des Klinikums Bad Saarow. Zwei Personen mussten zur Stationären Behandlung aufgenommen werden. Insgesamt wurden 5 Personen zwischen 15 und 16 Jahren verletzt. Die gerufene Polizei traf erst vor Ort ein, als die Frankfurter bereits mit dem Zug abgefahren waren. Keiner der Täter konnte am Abend ergriffen werden.

Quelle: Internetwache Brandenburg

Kommentare deaktiviert für Schwerer Angriff von Viktoria-Hooligans auf Festbesucher in Briesen
9th Oktober
2008
written by

Im Zuge eines vereinsrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen die bundesweit aktive Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ) e.V. wurde am Donnerstag auch ein Objekt in Frankfurt (Oder) durchsucht.
Ziel der Razzia, die sich auf ca. 100 Objekte in nahezu allen Bundesländern erstreckte, war es offenbar, Klarheit über die Aussichten eines Verbotes der Vereinigung zu erlangen.
In Frankfurt (Oder) wurde durch die Beamten der Jura-Student Bastian Frenzel (geb. 1986) aufgesucht. Frenzel war Kandidat der FDP zu den diesjährigen Kommunalwahlen in Frankfurt (Oder).
In einer Stellungnahme der Frankfurter FDP wird eine Aktivität Frenzels in der HDJ bestritten.

Quellen: Tagesspiegel, antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder)

Kommentare deaktiviert für Hausdurchsuchungen bei liberalem Jungpolitiker in Frankfurt (Oder), Ermittlungen gegen die HDJ
8th Oktober
2008
written by

Am 28. September wurden in Brandenburg sämtliche Kreistage und Stadtparlamente neu gewählt. Hier nun eine erste Analyse mit Fokus auf den rechten Rand des Frankfurter Parteienspektrums.

Zwar konnte Meinhart Gutowski seinen Platz im Stadtparlament grade noch halten, ist damit aber auch der einzige verbliebene Stadtverordnete seiner “Freien Fraktion” die sich nun BVB/50plus nennt. Zerknirscht rätselt er: “Dass wir unser Ergebnis nicht halten konnten, liegt wohl am neuen Namen, der in Frankfurt noch nicht so bekannt ist.” Das Gegenteil ist der Fall. Mit einer Auflage von 5000 Stück wurde eine Woche zuvor das Flugblatt “Wahlkampfinfo I” in den Stadtteilen Südring und Zentrum verteilt, das die Verstrickungen von Edeltraut Lademann und Meinhart Gutowski mit der rechten Szene beleuchtet.

Leider ebenfalls dabei ist Josef Lenden, der unter dem Label “Bürgerinitiative Stadtumbau” allein ins Rathaus einzieht. Dabei ist es nur wenige Monate her, dass er sich noch der Vereinigung “Deutsche Partei” (DP) zugehörig gefühlt hat. Diese ist bereits 2005 dem Deutschlandpakt beigetreten. Bei dieser Vereinbarung, die oft auch als “Braune Volksfront” bezeichnet wird, handelt es sich um Wahlabsprachen im rechten Spektrum welche Partei wo kandidiert, um nicht in Konkurrenz zueinander anzutreten. Anscheinend sieht sich Lendens DP somit auf Augenhöhe mit NPD und DVU.

Josef Lenden

Josef Lenden

Insgesamt blieben in Frankfurt die rechten Kräfte weit hinter ihren Erwartungen zurück. Allerdings sieht es im übrigen Brandenburgs anders aus. Bis auf wenige Ausnahmen sind nun sämtliche Kreistage und Stadtparlamente mit Abgeordneten der NPD oder DVU besetzt. Die jüngste strukturelle Aufbauarbeit der NPD hat anscheinend Früchte getragen. Im Wahlbezirk 14 von Storkow konnte die Partei schockierende 23,05 % erreichen. Ähnliche Erfolge verbuchten die Neonazis im Ortsteil Werder der Gemeinde Tauche wo sie 21 % der Stimmen erhielt. Solche Zustände, wie sie bisher nur aus rechten Hochburgen in Sachsen bekannt sind, zeigen auf erschreckende Weise, wie groß das Wählerpotential für solche nationalistischen Parteien ist. Aufklärung und Gegeninitiativen sind bitter nötig, denn die meist dumpfen Erklärungsmuster scheinen eben auch in breiteren Bevölkerungsschichten Anklang zu finden.

Angesicht dieser Entwicklungen muss erneut die Wichtigkeit unterstrichen werden, keine Form von Akzeptanz mit rechten Parteien zu üben. Auch wenn sie im seriösen Anzug daherkommen bleiben sie die rückwärts gewandten, geistigen Brandstifter, welche schon oft genug gezeigt haben wessen Geistes Kind sie sind (z. B. hier & hier). Anträgen rechter Parteien zuzustimmen, egal zu welchem Thema, ist und bleibt eine direkte Unterstützung! Sie als ganz normale Parteien hoffähig zu machen ist um jeden Preis zu verhindern.

Mandatsträger wie Zivilgesellschaft sind dazu aufgerufen klar Position gegen rechts zu beziehen! Kein Forum, keine Akzeptanz, keine Toleranz für Neonazis.

Kommentare deaktiviert für Nach der Wahl ist vor der Wahl
24th September
2008
written by

Rechter Szeneladen eröffnet in Ihrer Nachbarschaft

pdf

Kommentare deaktiviert für infoblatt
Previous

BLOGROLL

ARCHIVE