Posts Tagged ‘Antisemitismus’

8th November
2019
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Am 08.11.2019 gegen 21:20 Uhr berichteten Zeugen*innen gegenüber der Polizei von mehreren Jugendlichen die Pyrotechnik zündeten und „Sieg Heil“ riefen. Die Täter*innen konnten fliehen bevor die Polizei eintraf.

Quelle: Polizei Brandenburg

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24th Juni
2019
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An einer Kita in der Mar­tin-Opitz-Straße im Stadtteil Neuberesinchen wurden mehrere Hakenkreuze und ein Davidstern an die Fassade einer Kindertagesstätte von bislang Unbekannten gesprüht. Weitere verfassungsfeindliche Symbole fanden sich auf dem Gehweg sowie auf Spielgeräten und dem Spielplatz der Kita. Der Staatsschutz ermittelt nun und die Schmierereien wurden umgehend entfernt.

Quelle: Polizei Brandenburg

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12th Juni
2019
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Am Tag an dem Anne Frank 90 Jahre alt geworden wären, wurden insgesamt sieben Stolpersteine, die an Opfer der Shoa erinnerten, in der Zufahrt zum Lenné-Park aus den Boden gerissen und gestohlen. Laut der Initiative, die sich um die Verlegung und Pflege der Steine kümmert, müssen die Täter*innen zwischen 14 und 17 Uhr zugeschlagen haben.
Die Polizei wurde informiert und der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Die gestohlenen Stolpersteine sollen bald möglichst ersetzt werden.

Quelle: Tagesspiegel

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8th Dezember
2018
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Am Abend beobachteten Zeug_innen in der Pillgramer Straße im Stadteil Südring vier Jugendliche lauthals ns-verherrlichende Parolen riefen. Die Polizei wurde alarmiert und konnte wenig später die Neonazis im Alter von 19 bis 28 Jahren in der Umgebung der Pillgramer Straße, wo sich auch der neue jüdische Friedhof der Stadt befindet, festsetzen. Bei der Personalienfeststellung äußerte ein 25-jähriger Frankfurter weiter neue Sympathien für den NS und wurde daraufhin in Gewahrsam genommen. Ihm und seine drei Begleiter_innen erhielten eine Anzeige wegen Volksverhetzung und für den Abend Platzverweise für die Innenstadt. Weitere Ermittlungen führt die Polizei.

Quelle: MOZ

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8th November
2018
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Am Rande der alljährlichen Gedenkveranstaltung anlässlich der November-Pogrome von 1938 äußerte sich ein 41-Jähriger Deutscher antisemitisch gegenüber der Veranstaltung und den Teilnehmenden. Der Mann wurde zunächst festgenommen. Die Polizei ermittelt nun wegen Volksverhetzung gegen ihn.

Quelle: Polizei Brandenburg

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9th November
2016
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Am Abend des 9. November wurden, vermutlich Frankfurter Neonazis, an mindestens drei Orten in der Stadt Kerzen, zusammen mit Flugblätter aufgestellt, die den fehlgeschlagenen Hitler-Kapp-Putsch am 9. November 1923 verherrlichten. Diese fanden sich vor der Jüdischen Gemeinde, vor einem Wohnhaus, in dem sich der Utopia e.V. befindet, sowie vor dem Jugendclub Backdoor. Die beiden letzt genannten Vereine engagieren sich seit Jahren gegen Neonazismus und Rassismus in der Stadt. Besonders Brisant ist die Tatsache, dass diese Aktion am 78. Jahrestag der Pogrome auf jüdische Geschäfte, Synagogen und Mitbürger stattfand. Am selben Abend versammelten sich etwa 200 Menschen am Gedenkstein der zerstörten Synagoge um an die Ereignisse im November 1938 zu erinnern. Auch dort provozierten Neonazis am Rand der Veranstaltung. Die Polizei ermittelt wegen verfassungswidriger Propaganda.

Quelle: antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder), Polizei Brandenburg, Neues Deutschland

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29th September
2016
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Nach zwei Urteilen in Schwedt musste nun ein Nazi aus Frankfurt (Oder) dran glauben. Manuel D[anowski] hatte bei Facebook in einem T-Shirt mit dem Aufdruck „Bossmodus“ posiert bei dem das „ss“ durch zwei Siegrunen ersetzt war. Obwohl die beiden Siegrunden mit der Aufschrift zensiert belegt waren, verurteilte das Amtsgericht in Frankfurt (Oder) den 27-jährigen Hartz 4-Empfänger wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in der Öffentlichkeit zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 15 Euro.

Vor etwa einem Jahr war Manuel D[anowski] wegen volksverhetzenden Äußerungen gegen Flüchtlinge auf seinem Facebook-Profil zu 150 Tagessätzen verurteilt worden.

Die „Bossmodus“-Klamotten wurden vom Fränkischen „FSN-Versand“ des NPDlers Patrick Schröder vertrieben.

Quelle: gegenrede.info

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23rd Mai
2016
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Für den 7. Mai mobilisierten polnische Nationalist*innen überregional in die Grenzstadt Słubice, der Nachbarstadt von Frankfurt (Oder). Es sollte der größte islamfeindliche Aufmarsch in Westpolen werden, so die Organisator*innen von „Narodowe Słubice“ („Nationales Slubice“). Mehr als 1.000 RassistInnen aus ganz Polen und Frankfurt (Oder) wurden erwartet. Am Ende kamen nicht einmal 200.[1] Derweil beteiligten sich mindestens 6 Frankfurter Neonazis an einem rassistischen Großaufmarsch am selben Tag in Berlin-Mitte.

Rassistischer Aufmarsch in Slubice ohne Frankfurter Beteiligung

Hauptsächlich Jugendliche und Hooligans, u.a. die antisemitische „Allpolnische Jugend – Lebuser Land“, aber auch extreme Rechte aus den fernen Städten Bydgoszcz und Żary beteiligten sich an dem Aufmarsch, der sich gegen Islamisierung, Angela Merkel, EU und deutsche Hegemonialinteressen richtete. Dass es ihnen aber vor allem um ein völkisches Europa der Vaterländer geht machte Bartosz Janowicz von „Narodowe Słubice“ in einem Interview deutlich: „Wir kämpfen gegen die Islamisierung Europas und wollen, dass sich die Kulturen nicht vermischen. Polen soll polnisch bleiben, die Ukraine ukrainisch, Deutschland deutsch“.[2]
Hinter „Narodowe Słubice“ steckt u.a. Michał Czwerwiński, der als dessen Anführer gilt. Bereits auf der facebook-Seite der Gruppierung hetzte er in Vergangenheit immer wieder gegen Geflüchtete, die angeblich polnische Frauen* vergewaltigen würden und forderte die Schließung der Grenze zu Deutschland. Aus Wrocław war der bekannte polnische Nationalist und Antisemit Piotr Rybak angereist.[3] Im November letzten Jahres verbrannte er während einer Kundgebung des Nationalradikalen Lager (ONR) und der Allpolnischen Jugend in seiner Heimatstadt eine lebensgroße Puppe, die mit Schläfenlocken, schwarzem Hut und Kaftan einen orthodoxen Juden darstellen sollte.[4] Ein weiteres bekanntes Gesicht auf der Demonstration war Sylwester Chruszcz. Von 2004 bis 2009 Europa-Abgeordneter der nationalistischen katholisch-klerikalen »Liga Polnischer Familien« (LPR) und seit 2015 Abgeordnter im Sejm für Kukiz’15. Die nationalistische Partei des bekannten Musikers erzielte bei der letzten Wahl 8,8 % (37 Sitze) der Stimmen und wurde drittstärkste Kraft in Polen.

Am 7. Mai 2016 marschierten etwa 200 polnische NationalistInnen durch Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Am 7. Mai 2016 marschierten etwa 200 polnische NationalistInnen durch Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Auch im Sejm sind extrem rechte Stimmen vertreten: Der Abgeordnete Sylwester Chruszcz der rechten Sammelpartei Kukiz’15 gehörte am 7. Mai 2016 zu den RednerInnen in Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Auch im Sejm sind extrem rechte Stimmen vertreten: Der Abgeordnete Sylwester Chruszcz der rechten Sammelpartei Kukiz’15 gehörte am 7. Mai 2016 zu den RednerInnen in Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Auftakt der Demonstration war auf dem zentralen Plac Bohaterów, dem Heldenplatz. Von dort aus zog die Demonstration durch die Innenstadt bis zum Kreisverkehr an der Brücke zu Frankfurt (Oder), wo in unmittelbarer Nähe in der Fussgänger*innenzone die Abschlusskundgebung statt fand. Der Plac Bohaterów wurde dabei ganz bewusst von den Nationalist*innen gewählt. Erinnert dieser doch an den Widerstand der Pol*innen gegen die NS-Besetzung ihres Landes. Die Organisator*innen der Demonstration wollten sich mit dem Ort der Auftaktkundgebung in der Tradition der polnischen Widerstandsbewegungen im Zweiten Weltkrieg setzen. Ob mit diesem Gedanken auch die 22-jährige Anmelderin Sylwia Janucik spielt, darf bezweifelt werden. Die Frankfurter Polizei nahm sie und einen Bekannten am Vortag kurzzeitig fest. Sie sollen den Hitler-Gruß gezeigt haben.[5] Auch mit ihrem facebook-Profil zeigt sie ihre Sympathie für den deutschen Diktator.[6] Der Aufmarsch am Samstag soll der Beginn einer längeren Mobilisierung sein.
Gegenproteste blieben indes aus. Bereits im Vorfeld hatten die polnischen Nationalist*innen ihren Gegner*innen gedroht. Darunter auch dem Bürgermeister der Stadt Słubice Tomacz Ciszewicz, der gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) Martin Wilke zu Toleranz und Respekt gegenüber Geflüchteten aufgerufen hatte.[7]

Führer einer extrem rechten Bewegung: Der Antisemit Piotr Rybak auf dem Lautsprecherwagen, u.a. geschmückt mit dem Fantransparent der örtlichen Fussballmannschaft Polonia Slubice am 7. Mai in Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Führer einer extrem rechten Bewegung: Der Antisemit Piotr Rybak auf dem Lautsprecherwagen, u.a. geschmückt mit dem Fantransparent der örtlichen Fussballmannschaft Polonia Slubice am 7. Mai in Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

„Narodowe Słubice“ wird auch von den Neonazis der Gruppierung „Frankfurt/Oder wehrt sich“ unterstützt. Diese mobilisierten auf ihrer facebook-Seite zum rassistischen Aufmarsch in der polnischen Nachbarstadt. Bereits am 20. Februar beteiligte sich eine kleine Gruppe von „Narodowe Słubice“ an einem rassistischen Aufmarsch in Frankfurt (Oder). Ein Gegenbesuch am vergangenen Samstag blieb trotz Ankündigung aber aus, was nicht ohne Unmut auf der polnischen Seite blieb. Die Gruppe um Peer Koss beteiligte sich lieber an der „Merkel muss weg“-Demonstration in Berlin.

Schick im Anzug: Kopf der extrem rechten "Narodowe Slubice" Michał Czwerwiński als Redner am 7. Mai in Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Schick im Anzug: Kopf der extrem rechten „Narodowe Slubice“ Michał Czwerwiński als Redner am 7. Mai in Slubice. (Quelle: slubice24.pl)

Demo-Woche für Frankfurter Neonazis

Unter dem Motto „Merkel muss weg“ wollte der „Pro-Deutschland“-Aktivist Enrico Stubbe am 7. Mai 5.000 TeilnehmerInnen gegen Geflüchtete und die Politik der Bundesregierung in Berlin auf die Strasse bringen. Jedoch beteiligten sich mit etwa 1.800 sogar noch weit weniger als bei der erster Demonstration am 12. März.[8] Wie beim letzten Mal versammelte sich eine krude Mischung aus Neonazis, Hooligans, Reichsbürgern, Putin-Fans, Flüchtlings- und Islamfeinden sowie rechtspopulistischen Gruppierungen am Washingtonplatz, dem Auftaktort vor dem Berliner Hauptbahnhof.[9] Zu diesen gehörte auch eine kleine Gruppe Neonazis von der Gruppierung „Frankfurt/Oder wehrt sich“. Durch einschlägige T-Shirts und der schwarzen Fahne mit dem Aufdruck „Frankfurt/O.“ deutlich erkennbar liefen u. a. Peer Koos, Romano Gosda, Dennis Kunert, Dirk Weinert, Justin Kleinert und Norman Joost mit dem Demonstrationszug durch das Regierungsviertel und skandierten eindeutig neonazistische Parolen, wie „Frei, Sozial und National“ und „Hier marschiert der nationale Widerstand“.[10] Peer Koss bedrohte dabei immer wieder Journalist*innen, die den Aufmarsch dokumentierten. Für die Frankfurter Neonazis war es bereits die zweite Demonstrationsbeteiligung innerhalb einer Woche. Dem Aufruf der Partei „III. Weg“ zu einer Demonstration am 1. Mai im sächsischen Plauen folgten mindestens 8 Personen aus dem Umfeld der rassistischen Gruppierung „Frankfurt (Oder) wehrt sich“.[11]

Wer will denn böse gucken? Romano Gosda (links, mit "Kinderschänder"-Pullover) und Justin Dominik Kleinert (mitte, mit Nasenring) laufen am 7. Mai in Berlin neben dem Berliner NPDler Jan Sturm (rechts).

Wer will denn böse gucken? Romano Gosda (links, mit „Kinderschänder“-Pullover) und Justin Dominik Kleinert (mitte, mit Nasenring) laufen am 7. Mai in Berlin neben dem Berliner NPDler Jan Sturm (rechts).

Schönes Wetter auch für Nazis? Peer Koss (mitte, mit "Weiße Macht"-Shirt) am 7. Mai auf der "Merkel muss weg"-Demonstration in Berlin.

Schönes Wetter auch für Nazis? Peer Koss (mitte, mit „Weiße Macht“-Shirt) am 7. Mai auf der „Merkel muss weg“-Demonstration in Berlin.

Quellen:

1 Vgl. MOZ: 200 Flüchtlings-Gegner auf Demonstration in Slubice, http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1480355/, eingesehen am 11. Mai 2016.

2 Vgl. rbb aktuell 07.05.2016: Demo gegen Flüchtlinge, https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20160507_1930/demo-gegen-fluechtlinge-slubice.html, Minute 0:38, eingesehen am 11. Mai 2016.

3 Vgl. Gazeta Lubuska: „Stop islamizacji”. W Słubicach protestowali przeciw imigrantom, http://www.gazetalubuska.pl/wiadomosci/slubice/a/stop-islamizacji-w-slubicach-protestowali-przeciw-imigrantom-wideo-zdjecia,9965140/, eingesehen am 11. Mai 2016.

4 Vgl. Jüdische Allgemeine: Der Mob ist los. Vor dem Breslauer Rathaus verbrennen Nationalisten eine »Juden-Puppe« mit EU-Flagge, http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24006, eingesehen am 11. Mai 2016.

5 Vgl. MOZ: 200 Flüchtlings-Gegner auf Demonstration in Slubice, http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1480355/, eingesehen am 11. Mai 2016.

6 Vgl. https://www.facebook.com/adolfinamruczek, eingesehen am 11. Mai 2016.

7 Vgl. Nowak, Peter: „Nationales Slubice“ ohne Resonanz. Enttäuschend verlief für die extreme Rechte in Polen am Samstag ein flüchtlingsfeindlicher Marsch in der Grenzstadt Slubice, http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/nationales-slubice-ohne-resonanz, eingesehen am 11. Mai 2016.

8 Vgl. rbb online: Rechtspopulistische Demo in Berlin fällt größer aus als erwartet, https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/03/rechte-gruppierung-demonstriert-in-berlin-12-maerz.html, eingesehen am 11. Mai 2016.

9 Vgl. Schneider, Theo: Rechte Mischung bei Berliner „Großdemo“, http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/rechte-mischung-bei-berliner-gro-demo, eingesehen am 11. Mai 2016.

10 Vgl. Zeit Online: Rechte Demo erfährt große Gegenwehr, http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-05/demonstration-rechtsextreme-berlin-regierungsviertel-raven-gegen-nazis, eingesehen am 11. Mai 2016.

11 Vgl. https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2016/05/12/1-mai-in-plauen-iii-weg-aufmarsch-mit-beteiligung-frankfurter-beteiligung/

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24th Februar
2016
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Dies ist die #1 in der Serie „Wer steckt dahinter?1 der antifaschistischen recherchegruppe frankfurt (oder).

Andy Köbke, Jahrgang 1991, ist seit Mitte der 2000er Jahre in Neonazi-Kreisen in Frankfurt (Oder) aktiv. Bereits im Alter von 15 Jahren beteiligte er sich an der Beschmutzung des Synagogengedenksteins auf dem Frankfurter Brunnenplatz.2 Mit drei weiteren Angeklagten wurde er wegen Volksverhetzung, Störung der Totenruhe und des öffentlichen Friedens zu einer mehrmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.3 Seit mindestens Januar 2007 nimmt Köbke an Demonstrationen der extremen Rechten teil. Er hat sich nicht nur in der Region an Demonstrationen beteiligt, sondern ist auch in anderen Teilen Brandenburgs, wie bei dem „Heldengedenken“ in Halbe im Jahr 2007, aktiv dabei gewesen.

Die Angeklagten Janko Greve (Jg. 1987), Andy Köbke (Jg. 1991), Sebastian Boldt (Jg. 1987), Moniek Scharpf (Jg.1992) und Jenny Russow (Jg.1990) (v.l.n.r.) im Gerichtssaal.

Die Angeklagten Janko Greve (Jg. 1987), Andy Köbke (Jg. 1991), Sebastian Boldt (Jg. 1987), Moniek Scharpf (Jg.1992) und Jenny Russow (Jg.1990) (v.l.n.r.) im Gerichtssaal.

Eine politische Heimat fand er als Teil der neonazistischen FCV-Hooligans, die bis zur erneuten Umbenennung des regional erfolgreichsten Fussballvereins, regelmäßig dessen Spiele besuchten.4 Hier war er an mehreren Angriffen auf linksalternative Fangruppierungen, beteiligt.5 Die „FCV-Ultras“, wie sie sich gern selbst sahen, sehnten sich nach alten Erfolgen in der DDR-Oberliga und leisteten ihren Support stets in den alten Farben des FC Vorwärts. Vielmehr noch fielen sie dabei jedoch durch die Verherrlichung des Nationalsozialismus und aggressiven Antisemitismus auf.6 Aktuell gehört er zum Umfeld der neonazistischen Gruppierung „Terrorcrew – Kameradschaft Kommando Werwolf“(KSKW), die vornehmlich illegale Konzerte extrem rechter Bands organisiert.7

Gewaltfantasien eines Neonazis Quell: Facebookprofil von Andy Köbke

Gewaltfantasien eines Neonazis
(Quelle: Facebookprofil von Andy Köbke)

Seit im Jahr 2015 die rassistischen Gruppierung „Frankfurt/Oder wehrt sich“8 gegründet wurde, ist er regelmäßiger Teilnehmer ihrer Aufmärsche und Kundgebungen und trat am Rande der Veranstaltungen mehrfach gewaltbereit auf. Dass seine ‚rechte Karriere‘ seit mittlerweile fast zehn Jahren andauert, ist ein Zeichen dafür, wie fest verankert sein menschenverachtendes Weltbild ist.

Auf seinem Facebookprofil offenbart er auch sein sexistisches und frauenverachtendes Gedankengut. Dort posiert Köbke mit einem T-Shirt, auf dem eine eindeutige orale Vergewaltigungsszene einer Frau dargestellt ist.9 Das Bild kann hier auf einer separaten Seite eingesehen werden. Wir wollen unseren Leser*innen damit die Entscheidung, ob sie sich diese Widerlichkeit zumuten wollen, selbst überlassen. In Zeiten, in denen sich der deutsche „Herrenmensch“ aufmacht, die Rechte der deutschen weißen Frau zu verteidigen, wirkt dieses Bild entlarvend.10
Sein Blick auf die Welt spiegelt sich in den „Gefällt-mir“-Angaben11 auf seinem Facebookprofil wieder. Die Gruppe „Bier, Fussball und Titten“12 kann hier exemplarisch gelten für seine Vorstellung von Freizeitgestaltung und der Rolle von Frauen in ihr.

Mit wem Köbke politisch sympathisiert, bleibt den Betrachter*innen mit Blick auf die genannten Angaben bei Facebook auch nicht verborgen. Seine Vorlieben reichen von Freien Kameradschaftsstrukturen und rechten Hooligan-Gruppierungen, über rassistische Initiativen bis hin zu den extrem rechten Parteien „Der III. Weg“ und NPD.13

Zusammen mit seiner Frau Kristin Scherle und seinem minderjährigen Sohn lebt er in der Leipziger Straße 24 im Stadtteil Altberesinchen.

Quellen

1 Vgl. antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Wer steckt dahinter?“, https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/category/wer-steckt-dahinter/ .

2 Vgl. Uwe Rada: „Synagogen-Gedenkstein geschändet“, die tageszeitung (taz), 11.11.2006, http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2006/11/11/a0069 .

3 Vgl. antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Gedenksteinschändung endet vor Gericht.“, in: „recherche output #2“, 2007. Online zu finden unter: https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2007/03/01/gedenksteinschaendung-endet-vor-gericht/ .

4 Der 1. FC Frankfurt hieß in der Zeit des Bestehens der Gruppierung (ca 2006 – 2012) Frankfurter FC Viktoria 91 die Gruppe bezog sich aber positiv auf dessen Vorgänger, den erfolgreichen DDR-Oberligisten FC Vorwärts Frankfurt. Seit der Umbenennung des Vereins in 1. FC Frankfurt tritt die Gruppe nicht mehr als solche in Erscheinung. Es sind nur noch vereinzelt Personen aus dem Umfeld bei Spielen zu sehen.

5 Vgl. beispielsweise antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Es hat sich nichts geändert – Landespokalspiel SV Babelsberg 03 vs. FFC Viktoria“, 18.11.2011,
https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2011/11/18/es-hat-sich-nichts-geaendert-landespokalspiel-sv-babelsberg-03-vs-ffc-viktoria/ .

6 Vgl. antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Freunde, die niemand haben will.“, in: „recherche output #1“, 2006. Online zu finden unter: https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2006/10/01/freunde-die-niemand-haben-will/ . Vgl. darüber hinaus antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Rechte Frankfurter Ultras aktiv wie nie“, in: „recherche output #3“, 2007. Online zu finden unter: https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2007/10/02/rechte-frankfurter-ultras-aktiv-wie-nie/ sowie zahlreiche Artikel zum Thema unter https://recherchegruppeffo.noblogs.org/ .

7 Vgl. antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Watch out for the Werwolf!“, 02.06.2013, https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2013/06/02/watch-out-for-the-werwolf/ .

8 Vgl. antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): „Der Aufstand der Ekelhaften“, 06.02.2015, https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2015/02/06/der-aufstand-der-ekelhaften/ sowie „’Frankfurt (Oder) wehrt sich‘ mit dem ‚III. Weg’“, 21.05.2015, https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2015/05/21/frankfurt-oder-wehrt-sich-mit-dem-iii-weg/ und „’Frankfurt/Oder wehrt sich‘ IV. Akt – inhaltsleerer und aggressiver“, 13.08.2015, https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2015/08/13/frankfurtoder-wehrt-sich-iv-akt-inhaltsleerer-und-aggressiver/ .

9 Vgl. „Andy Kalöbke“, Beitrag von Andy Köbke vom 20.07.2015 um 21:27 https://www.facebook.com/andy.kobke .

10 Vgl. Amadeu Antonio Stiftung – Fachstelle Gender und Rechtsextremismus in Kooperation mit Netz gegen Nazis (Hrsg.): „Das Bild des ‚übergriffigen Fremden‘ – warum ist es ein Mythos? Wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird“, Berlin 2016.

11 Vgl. „Andy Kalöbke“, „Gefällt-mir“-Angaben von Andy Köbke, https://www.facebook.com/andy.kobke/likes .

12 Ebd. und „Bier, Fussball und Titten“, https://www.facebook.com/bierfussballtitten/ .

13 Vgl. ebd.

Kommentare deaktiviert für #1 | Andy Köbke – Eine klassische Frankfurter Neonazikarriere
4th September
2015
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Ein Teil der bun­des­deut­schen Bevöl­ke­rung zeigt die­ser Tage wie­der das Gesicht des „besorg­ten“ Deut­schen, der sich um Heim, Fami­lie und sein Land sorgt und dabei Hass und Gewalt gegen Geflüch­tete und deren Unterstützer*innen rich­tet. So auch in Frank­furt (Oder), wo die von Neo­na­zis domi­nierte Gruppe „Frankfurt/Oder wehrt sich“ seit Januar bereits vier­mal auf Demons­tra­tio­nen und Kund­ge­bun­gen gegen deren Unter­brin­gung in der Stadt auf­mar­schierte. Einer der regel­mä­ßig an die­sen Ver­samm­lun­gen teil­nimmt und des öfte­ren dort als Red­ner auf­tritt ist der in Brieskow-Finkenheerd woh­nende Neo­nazi Björn Brusak.

Björn Brusak bewegt sich in ver­schie­de­nen extrem rech­ten Strö­mun­gen: Hier am 1. August 2015 in Dams­dorf bei einer Kund­ge­bung des „III. Weg“ als Ver­tre­ter der Euro­päi­schen Aktion. (Quelle: Pres­se­ser­vice Rathenow)

Björn Brusak bewegt sich in ver­schie­de­nen extrem rech­ten Strö­mun­gen: Hier am 1. August 2015 in Dams­dorf bei einer Kund­ge­bung des „III. Weg“ als Ver­tre­ter der Euro­päi­schen Aktion. (Quelle: Pres­se­ser­vice Rathenow)

Der Ton macht die Musik

Björn Brusak ist einigen Frankfurter*innen eher bekannt als Ehrenamtlicher des American Football-Vereins „Red Cocks“, in dem er bis mindestens 2013, u.a. als Jugendtrainer, aktiv war. Das er sich nebenbei politisch extrem recht orientierte zeigen seine Aktivitäten als Liedermacher. Zum ersten Mal als solcher auffällig geworden ist er am 9. August 2013 in der von Neonazis beliebten Frankfurter Eckkneipe „Die Bierbar“ in der Berliner Straße. Dort hatte er bei einem Geburtstagsabend volksverhetzende Lieder, u.a. der als kriminelle Vereinigung verbotenen Band „Landser“ und des Neonazi-Liedermachers Frank Rennicke, gespielt.[1] Die daraufhin eintreffende Polizei untersagte das Konzert und leitete ein Strafverfahren wegen Verstoß des § 130 StGB, sowie wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gem. § 86a StGB ein. Am 25. Februar 2015 musste er sich deswegen vor Gericht verantworten. Der Prozess wurde gegen eine Zahlung von 1.800 € eingestellt.[2] Doch nicht erst seit diesem Abend war bzw. ist der etwa 30jährige Brusak als extrem rechter Liedermacher aktiv. Unter dem User-Namen „MrBrusi86“ besitzt er seit dem 8. März 2012 einen Youtube-Channel.[3] Hier finden sich drei selbsterstellte Videos bzw. Songs von denen zwei auf der von den südafrikanischen Buren verwendeten Sprache Afrikaans. Das vermutlich selbstkomponierte Lied „Afrikaanse taal is pragtig en monumental“ stammt aus dem ebenfalls 2012 in Selbstproduktion erschienenen Album „Van Frankfurt toe Suid Afrika“.[4] Das er mit diesem Song bzw. Album Sympathien zum alten Südafrika der Apartheids-Ära hegt zeigt das im Youtube-Video zusehende Bild von Brusak mit Gitarre vor der ehemaligen Flagge des Landes, welche bis zum Ende des rassistischen Regimes 1994 die Nationalfahne darstellte. Afrikaans, welches heute noch einer der Nationalsprachen Südafrikas ist, hatte der selbstständige Versicherungsvertreiber und gelernte Beton- und Stahlbetonbauer vermutlich während seiner Zeit bei der Bundeswehr gelernt, wo er laut eigenen Aussage für die NATO aktiv war. Ein weiterer Blick auf die abonnierten Youtube-Kanäle zeigt seine Vorliebe für verschwörungstheoretische und neonazistische Beiträge.[5]

Seine Liebe zum Apart­heids­re­gime Süd­afri­kas drückt er in die­sem Video aus. Sein selbster­stell­tes Album „Van Frank­furt toe Suid Afrika“ erschien 2012. Im Video ist Brusak vor der alten Fahne Süd­afri­kas zu sehen… (Quelle: youtube.com)

Seine Liebe zum Apart­heids­re­gime Süd­afri­kas drückt er in die­sem Video aus. Sein selbster­stell­tes Album „Van Frank­furt toe Suid Afrika“ erschien 2012. Im Video ist Brusak vor der alten Fahne Süd­afri­kas zu sehen… (Quelle: youtube.com)

Seit August 2013 trat er bei zahlreichen neonazistischen Veranstaltungen auf. Ob bei Liederabenden der „Kameradschaft Kommando Werwolf“ oder auf Demonstrationen, u.a. bei einem rassistischen Aufmarsch am 16. April 2015 in Nauen.[6] Inzwischen ist Björn Brusak Gast bei zahlreichen Veranstaltungen der extrem Rechten. Eine besondere Verbindung hat er dabei auch zur neonazistischen Zeitung „Recht & Wahrheit“.

… hier dazu das Ver­gleichs­bild. (Quelle: facebook.com)

… hier dazu das Ver­gleichs­bild. (Quelle: facebook.com)

Mit der Braunen Elite per Du

Etwa zweimal jährlich finden die sogenannten „Lesertreffen“ der neonazistischen Zeitschrift „Recht & Wahrheit“ von Meinolf Schönborn statt. Diese Veranstaltungen gelten als „bundesweiter Treffpunkt für neonazistische Führungspersonen und als Schnittstelle der verschiedenen Generationen.“[7] Zu den regelmäßigen Referierenden gehört u.a. die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Die Tagung findet dabei jeweils im als bundesweit bekannten Szenetreffpunkt Hufhaus-Harzhöhe in Harztor-Ilfeld statt. Ein weiterer regelmäßiger Teilnehmer ist „Brusi“, der bei den vergangenen „Lesertreffen“, zuletzt vom 17. bis 19. April 2015,[8] für die musikalische Unterhaltung sorgte. Dahinter verbirgt sich, nicht unschwer zu erahnen, Björn Brusak. Das er dabei nicht nur als Liedermacher teilnahm, ist anzunehmen. Im Sommer 2014 tauchte die damals aktuelle Ausgabe von „Recht & Wahrheit“ in vereinzelten Frankfurter Briefkästen auf. Es ist auch hier anzunehmen, dass Björn Brusak dahinter steckt. Vom 25. bis zum 27. September 2015 findet das nächste „RuW-Lesertreffen“ im Harz statt. Auch diesmal wird „Brusi“ zugegen sein.[9]

In den Themen der „Recht & Wahrheit“ finden sich immer wieder verschwörungstheoretische und antisemitische Darstellungen. Diese finden sich auch in anderen Publikationen die Brusak gerne zu lesen scheint. Das in der Truther-Szene beliebte Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen: erkennen erwachen verändern“ von Heiko Schrang empfiehlt Björn Brusak in einer Rezension auf amazon.de als „geniales Buch“, welches „unbedingt mehrmals zu lesen und auch zu erleben“ ist.[10] Auch eine andere, extrem rechte Gruppierung, der Brusak nahe steht verbreitet solche Inhalte.

Vom ver­schwö­rungs­theo­re­ti­schen Com­pactTV des Jür­gen Elsäs­sers bis zu einem Nordkorea-Kanal. Björn Brusak ver­folgt ver­schie­denste Inter­es­sen auf Youtube. (Quelle: youtube.com)

Vom ver­schwö­rungs­theo­re­ti­schen Com­pactTV des Jür­gen Elsäs­sers bis zu einem Nordkorea-Kanal. Björn Brusak ver­folgt ver­schie­denste Inter­es­sen auf Youtube. (Quelle: youtube.com)

Von Europäischer Aktion zum „III. Weg“

Die extrem rechte und antisemitische „Europäische Aktion“ (EA) ist eine kleine, etwa 2009 gegründete Gruppierung des Holocaustleugners Bernhard Schaub.[11] Auch in Brandenburg gibt es einen kleinen Ableger, der in der Vergangenheit jedoch kaum in Erscheinung trat. Ausnahme bildete die Beteiligung an den sogenannten Montagsmahnwachen von Lars Mährholz im vergangenen Jahr in Berlin durch mehr oder weniger bekannte Neonazis aus Brandenburg. Zu diesen gehörte auch Björn Brusak. Er baute Anfang 2014 einen Stützpunkt der EA in Frankfurt (Oder) auf und versuchte mittels kleiner Veranstaltungen und Gemeinschaftsabenden Mitglieder zu rekrutieren. Auf der Facebook-Seite des Frankfurter Ablegers wurden regelmäßig antiamerikanische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet. Seit Anfang diesen Jahres verzeichnete die Seite bislang kaum neue Aktivitäten.

Vielmehr scheint sich die wichtigste Person der Brandenburger EA Björn Brusak an anderen extrem rechten Veranstaltungen zu beteiligen. Oft als Redner und Liedermacher.

Diese Aktivitäten intensivierte er seit Anfang diesen Jahres. Bei den neonazistischen Aufmärschen der Gruppierung „Frankfurt/Oder wehrt sich“ war er im Januar, Februar und Juli jeweils als Redner zu Gast.[12] Bei Kundgebungen der neonazistischen Partei „Der III. Weg“ am 1. August in Zossen und Damsdorf hetzte er ebenfalls gegen Geflüchtete und verbreitete seine Verschwörungstheorien.[13]

Sein eigenes asylfeindliches Projekt verfolgt er derzeit in seinem Heimatort. Am 18. Juli rief er unter dem Motto „Finkenheerd sagt Nein“ zu einer offenen Diskussionsrunde. Anlass war die anstehende Unterbringung von drei Flüchtlings-Familien. Hierzu hatte er lokale Politiker*innen eingeladen. Diese folgten dem Angebot jedoch nicht. Dafür sprachen neben Björn Brusak selbst auch der NPD-Landesvorsitzende Klaus Beier und die NPD-Aktivistin Manuela Kokott aus Markgrafpieske (Landkreis Oder-Spree). Beide begrüßte er vor Beginn der Veranstaltung freundschaftlich. Auch zahlreiche Anwohner*innen Finkenheerds nahmen an der Veranstaltung teil.[14]

Für den kommenden Samstag, den 5. September kündigte der umtriebige Neonazi Björn Brusak erneut eine offene Diskussionsrunde an. So wurden in Brieskow-Finkenheerd und den umliegenden Ortschaften Flyer verteilt die zwar auf den ersten Blick den Eindruck vermitteln sollen das es sich um eine Kundgebung für „besorgte Bürger*innen“ handelt. Jedoch ist aufgrund der Beteiligung Brusak’s der neonazistische Charakter nicht von der Hand zu weisen. Auch diesmal sind Kommunalpolitiker*innen eingeladen und es ist auch diesmal davon auszugehen, dass die NPD ans Mikrofon treten wird. Obwohl Brusak in der Vergangenheit betonte, dass es sich dabei um keine Neonazi-Veranstaltung handelt, ist sie genau das: Eine von einem Neonazi organisierte Kundgebung auf denen Neonazis sprechen. Der auf Dialog setzende Bürgermeister Frank Richter ließ bisher vermissen sich klar von der rassistischen Veranstaltung zu distanzieren. Er sei dabei besser beraten, wenn er keine Almosen von Befürworter*innen und Tonangeber*innen rassistischer Hetze anzunehmen. Zu diesen gehört in der Region Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree zweifelsfrei Björn Brusak.

Quellen

[1] Vgl. antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder): Immer Ärger mit der Bierbar, https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2013/09/08/immer-aerger-mit-der-bierbar/, 08.09.2013.
[2] Vgl. BorG Frankfurt (Oder): Doch mehr als ein Geburtstagsständchen, http://utopiaffo.blogsport.de/2015/02/27/doch-mehr-als-ein-geburtstagsstaendchen-rechter-liedermacher-muss-geldstrafe-zahlen/, 27.02.2015, eingesehen am 02.09.2015.
[3] Vgl. https://www.youtube.com/channel/UCIUsbdNOvBwcn_LuibnHjTA, eingesehen am 02.09.2015.
[4] Vgl. https://www.youtube.com/watch?v=HR487V2-SeA, eingesehen am 02.09.2015.
[5] Vgl. https://www.youtube.com/user/MrBrusi86/channels, eingesehen am 02.09.2015.
[6] Vgl. https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/17171605491/in/album-72157651588058969/, eingesehen am 02.09.2015.
[7] Vgl. antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.v. (apabiz): „Die Deutsche Freiheitsbewegung e.V. (DDF)“, http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/DDF.htm, 1996, eingesehen am 02.09.2015.
[8] Vgl. Blick nach Rechts: Revisionistentreffen im Südharz, http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/revisionistentreffen-im-s-dharz, eingesehen am 2. September 2015.
[9] Vgl. Blick nach Rechts: Braunes Meeting im Südharz, http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/braunes-meeting-im-s-dharz, 27.03.2015, eingesehen am 02.09.2015.
[10] Vgl. Kundenrezension zu Die Jahrhundertlüge, http://www.amazon.de/review/RLO2GRXZUE08T, 22.07.2014, eingesehen am 02.09.2015.
[11] Vgl. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: Europäische Aktion, http://www.politische-bildung-brandenburg.de/node/9448, Juli 2013, eingesehen am 02.09.2015.
[12] Vgl. antifaschistische recherchegurppe frankfurt (oder): Der Aufstand der Ekelhaften, http://www.inforiot.de/der-aufstand-der-ekelhaften/, 06.02.2015 und „Frankfurt/Oder wehrt sich“ IV. Akt – inhaltsleerer und aggressiver, http://www.inforiot.de/frankfurtoder-wehrt-sich-iv-akt-inhaltsleerer-und-aggressiver/, 13.08.2015, sowie inforiot: Schweigsame Neonazis und lautstarke antifaschistische Demonstration, http://www.inforiot.de/frankfurt-oder-schweigsame-neonazis-und-lautstarke-antifaschistische-demonstration/, 14.02.2015, eingesehen am 02.09.2015.
[13] Vgl. Presseservice Rathenow: Proteste gegen Kundgebungstour des III. Weges, http://www.inforiot.de/zossendamsdorf-proteste-gegen-kundgebungstour-des-iii-weges/, 01.08.2015, eingesehen am 05.08.2015.
[14] Vgl. invia 1200: Brieskow-Finkenheerd: “Besorgte Bürger*innen” beklatschen Nazis, http://www.inforiot.de/brieskow-finkenheerd-besorgte-buergerinnen-beklatschen-nazis/, 19.07.2015, eingesehen am 02.09.2015.

Kommentare deaktiviert für Björn Brusak – kein „besorgter Anwohner“ sondern ein Rassist
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